Tuina Anmo

Die chinesische Form der Massagetherapie –Tuina ist so alt wie die Traditionelle Chinesische Medizin. Auf Grundlage der Meridian – Lehre (Akupunktur) wird an bestimmten Punkten oder großflächig entlang der Meridiane behandelt und somit Einfluss auf den gesamten Organismus genommen.

Durch die Stimulation von Haut, Muskeln, Nerven und Knochen wird der Chi Fluss angeregt und die Durchblutung gefördert. Die Auswahl der zu behandelnden Punkte und Meridiane erfolgt nach den Grundsätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin, doch werden im Gegensatz zur Akupunktur, die den spezifischen Reiz vor allem mit der Nadel setzt, die Reize durch unterschiedliche manuelle Techniken gesetzt. Neben den Punkten die auch bei der Akupunktur benutzt werden, nimmt man auch Einfluss auf die so genannten Tendinomuskulären Meridiane.

Dabei handelt es sich um Anteile der Hauptmeridiane, die Muskeln und Faszienstrukturen durchlaufen und versorgen. Ein großes Einsatzgebiet der Tuina-Massage sind Störungen des Bewegungsapparates, aber durch den direkten Einfluss auf das vegetative Nervensystem wird Tuina auch bei Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Darmstörungen, Regel- oder Wechselbeschwerden angewendet. Die Tuina Massage wirkt auf die energetischen Strukturen des Menschen ein.

Der Therapeut bringt durch verschiedene Techniken Yin- und Yang Energien im Körper in Harmonie. Diese Harmonie erzeugt Gesundheit und reguliert alle Körperfunktionen.

Yin und Yang, sind zwei sich gegenseitig bedingende energetischen Grundqualitäten, und drücken sich in der menschlichen Körperstruktur folgendermaßen aus: Yang stellt sich auf der Körperrückseite, im Oberkörper und in dem nach Außengerichteten dar, Yin äußert sich auf der Körpervorderseite, im Unterkörper und in dem nach innen Gerichteten. Yang ist Funktion und Yin ist Substanz. Qi ist Yang und Blut ist Yin. Yang steigt auf, erzeugt Wärme, macht Bewegung, bewirkt Wachstum, erzeugt Aufregung und baut Spannung auf. Yin hingegen bewirkt ein Absinken, erzeugt Kälte, ist Ruhe, bewirkt Rückgang, erzeugt ein Gefühl von Zurückhaltung.

Die Harmonisierung von Yin und Yang wirkt auch in das Prinzip des „wu xing“ der fünf Wandlungsphasen mit seinen Zhang (Speicher)Organen (Yin-Organen: Herz, Leber, Milz/Pankreas, Lunge, Nieren) und Fu(Hohl)-Organen (Yang-Organen: Dünndarm, Magen, Dickdarm, Blase und Gallenblase) hinein. Die Balance zwischen Yin und Yang kann auch durch äußere und innere, pathogenen Faktoren (Emotionen) gestört werden. Entsprechend des diagnostizierten Yin - Yang Ungleichgewichtes werden entsprechende manuelle Techniken angewendet. Die Intensität, Umfang und Richtung der Stimulation werden der Diagnose des Syndroms angepasst.

 

 

Wirkungen

  • Qi und Blut aktivieren und die Blutzirkulation fördern.

  • Muskeln/Sehnen entspannen und Störungen beheben.

  • Energie in den Meridianen im ganzen Körper zum Fliessen bringen und Disharmonien/Beschwerden lösen.

  • Yin und Yang regulieren, um die Energie im Körper zu steigern.

  • Harmonisierung des Organismus

  • Beeinflussung der inneren Organe

  • Mobilisation der Gelenke

  • Vertreibung äußerer, krankmachender Einflüsse

  • Korrektur von Fehlstellungen des Stützapparate

 

Akupressur

Die Akupressur ist ein Teilgebiet der Tuina – Anmo bei der direkt Einfluss auf das Energiesystem genommen wird indem man die Akupunkturpunkte mit den Händen, speziell mit den Fingern, stimuliert. Je nach Beschwerde wird entweder Energie wieder ins Fliessen gebracht oder zugefügt, durch die Energie des Therapeuten.

Ebenfall zur Tuina Anmo gehören das Schröpfen, die Moxibustion (Wärmebehandlung der Akupunkturpunkte) und Guasha (Schabetechnik).

 

Tuina - Anmo Entspannungsmassage

Durch die Vielzahl der Techniken die in der Tuina zur Anwendung kommen, kann eine tiefe Entspannung erreicht werden. Mit sanften Techniken wird der Energiefluss im Körper harmonisiert und angeregt. Blockaden werden aufgelöst, die Durchblutung angeregt und somit auch die Stoffwechselaktivität. Der Gesundheitszustand verbessert sich und Krankheiten werden vorgebeugt